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| Ein Studententeam der Bauhaus Universität Weimar entwickelten und erbauten zur Erforschung der elektrische Energieerzeugung das Modell eines Aufwindkraftwerkes. Hier wird Luft, die durch ein großes Glas- oder lichtdurchlässiges Kunststoffdach mit Hilfe der Sonne so stark erwärmt, daß sie durch ein mittig plazierten Kamin nach oben steigt. Der hier entstehende Aufwind (Thermik) wird mit Hilfe von Turbinen in elektrischen Strom umgewandelt. Die Studenten erstellten hierzu ein 12 m hohes Funktionsmodell, dessen Kamin mit kostenfrei zur Verfügung gestellten
Ringmuttern der Hebezone abgespannt wurde. Das Weimarer Aufwindkraftwerk soll in den nächsten Monaten für strömungstechnische Versuche genutzt werden. Auf dem öffentlich zugänglichen Campus kann es jedermann besichtigen und bei Nacht wird es durch LED-Leuchten angestrahlt, die von der gewonnen Energie gespeist werden. Die Bauhaus Universität untermauert mit diesem Projekt ihren Forschungsschwerpunkt "erneuerbare Energien". Die erste Versuchsanlage eines Aufwindkraftwerkes wurde 1982 in Manzanares (Spanien) mit einer Turmhöhe von 194,4 m und einem Kollektorradius von 122 m erbaut. Die einwandfreie Funktion des Kraftwerkes über mehrere Jahre konnte die bis dahin stark angezweifelte technische Realisierbarkeit solcher Anlagen beweisen. Das erste kommerzielle Kraftwerk ist in Australien in Planung. Die Kaminhöhe soll hier 1000 m betragen und der Kollektor wird eine Größe von 38 km2 haben. Weitere Anlagen sind in Namibia, China, Spanien und den USA geplant. Ein Bericht von Carolin Bilz |
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